Viele kommen zum ersten Mal und wissen nicht recht, was auf sie zukommt. Eine Stunde liegen, ja — aber was passiert dabei eigentlich? Hier steht es, Schritt für Schritt.
Es beginnt nicht mit der Reinigung
Es beginnt damit, dass ich mir Ihre Haut ansehe. Wo ist sie verstopft, wo trocken, wo dünn und empfindlich? Was nutzen Sie zu Hause, und wie reagiert die Haut darauf? Das dauert ein paar Minuten und entscheidet alles Weitere.
Deshalb gibt es bei mir keinen festen Ablauf, der bei jeder Kundin gleich ist. Zwei Frauen mit derselben gebuchten Behandlung bekommen nicht zwangsläufig dieselbe Stunde.
Reinigen, vorbereiten, ausreinigen
Zuerst kommt alles herunter, was oben drauf liegt — Make-up, Sonnenschutz, der Tag. Dann wird die Haut vorbereitet: Wärme und Feuchtigkeit machen die Hornschicht weicher und die Poren zugänglicher.
Die Ausreinigung ist der Teil, vor dem die meisten Respekt haben. Sie ist spürbar, besonders in der T-Zone und an den Stellen, an denen wirklich etwas sitzt. Sie soll aber nicht schmerzhaft sein — sagen Sie es einfach, wenn es zu viel wird. Es gibt keinen Grund, das auszuhalten, und ich arbeite dann anders weiter.
Wie viel ausgereinigt wird, entscheide ich nach dem, was die Haut verträgt. Alles auf einmal ist selten eine gute Idee.
Wirkstoffe, Maske, Abschluss
Nach der Ausreinigung ist die Haut aufnahmebereit wie sonst nie. Das ist der Moment für die Wirkstoffe — welche, richtet sich nach dem, was ich am Anfang gesehen habe.
Dann folgt die Maske. Das ist der ruhige Teil, in dem nichts zu tun ist. Viele schlafen hier ein, und das ist völlig in Ordnung.
Zum Schluss kommt der Pflegeabschluss: das, was die Haut in den nächsten Stunden schützt. Bei Tageslicht gehört Sonnenschutz dazu, auch im Winter.
Die Stunden danach
Eine leichte Rötung ist normal. Vor allem nach einer gründlichen Ausreinigung. Sie legt sich meist innerhalb weniger Stunden.
Kein Make-up bis zum nächsten Tag. Die Poren sind offen, das ist der Sinn der Sache. Sie gleich wieder zuzumachen wäre schade.
Kein Sport, keine Sauna am selben Tag. Beides bringt Wärme und Schweiß auf eine Haut, die gerade arbeitet.
Manchmal kommt am zweiten Tag noch etwas hoch. Das ist ärgerlich und trotzdem ein gutes Zeichen: Was tief saß, ist jetzt oben statt unten. Nach ein paar Tagen ist es weg.
Wie oft ist sinnvoll?
Die meisten kommen alle vier bis sechs Wochen — das entspricht ungefähr dem Rhythmus, in dem sich die Haut selbst erneuert. Was bei Ihnen passt, sage ich Ihnen nach der ersten Behandlung, und zwar ehrlich. Wenn zweimal im Jahr reicht, sage ich auch das.