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Microdermabrasion, Fruchtsäure oder Kräuterpeeling — was passt zu meiner Haut?

Auf meiner Preisliste stehen drei Behandlungen, die alle dasselbe Ziel haben: die alte, verhornte Hautschicht loszuwerden. Microdermabrasion für 89 €, Fruchtsäurepeeling für 79 €, Kräuterpeeling für 139 €. Und keine Beschreibung sagt Ihnen, welche Sie brauchen. Der Unterschied liegt nicht im Ziel, sondern im Weg dorthin — und der entscheidet, welche zu welcher Haut passt.

Drei Wege, dieselbe Schicht loszuwerden

Die Microdermabrasion arbeitet mechanisch. Ein Handstück mit Diamantschleifköpfen fährt über die Haut, trägt die Hornschicht durch Reibung ab und saugt sie gleichzeitig weg. Wie viel abgetragen wird, steuere ich währenddessen über Ansatz und Sog — ich kann jederzeit vorsichtiger werden.

Die Fruchtsäure arbeitet chemisch. Die Säure löst nicht die Zellen selbst, sondern die Verbindungen zwischen ihnen. Die alte Schicht verliert dadurch ihren Halt und löst sich in den Tagen danach. Hier entscheiden Konzentration und Einwirkzeit — nicht die Hand, die arbeitet.

Das Kräuterpeeling arbeitet über die Tiefe. Kräutermischungen werden mit einer bestimmten Technik eingearbeitet. Die Reaktion kommt nicht während der Behandlung, sondern in den Tagen danach, und sie ist von allen dreien die deutlichste.

Welches Problem haben Sie eigentlich?

Raue, unebene Oberfläche. Das ist der klassische Fall für die Microdermabrasion. Der glattere Griff ist meist schon nach der ersten Behandlung spürbar. Für die Struktur selbst lohnt sich eine Serie über mehrere Termine.

Fahles, ungleichmäßiges Hautbild. Hier ist die Fruchtsäure meistens die bessere Wahl. Sie arbeitet flächiger, nicht punktuell — und lässt sich über mehrere Behandlungen behutsam steigern.

Sie wollen einmal etwas Deutliches. Dann ist das Kräuterpeeling die Behandlung. Es ist die intensivste der drei und die, nach der Sie am meisten merken. Dafür brauchen Sie die Woche danach.

Der Punkt, der am häufigsten vergessen wird

Alle drei machen die Haut lichtempfindlicher. Für die Tage danach heißt das: konsequenter Sonnenschutz, kein Solarium, keine Sonnenbank vor dem Urlaub. Beim Kräuterpeeling gilt das besonders streng.

Deshalb ist die Jahreszeit eine ehrliche Frage. Von Oktober bis März ist es einfacher, so eine Behandlung zu begleiten. Im Hochsommer ist sie nicht unmöglich, sie verlangt dann nur mehr Disziplin.

Was ich Ihnen nicht sage

Ich sage Ihnen nicht, wie Ihre Haut nach drei Terminen aussieht. Das kann niemand wissen, der Sie noch nicht gesehen hat. Was ich Ihnen sagen kann, sobald ich Ihre Haut angeschaut habe: welche der drei bei Ihnen Sinn ergibt, und welche gerade nicht.

Manchmal ist die Antwort auch: erst einmal keine davon. Eine Haut, die gerade gereizt ist, braucht kein Peeling, sondern Ruhe — und dann reden wir in vier Wochen wieder.

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